Metal Injection Moulding POWDER TECHNOLOGIES AND ADDITIVES Produkte Unternehmen Bindersystem Beratung/Service Kontakt Entwicklung Home Ceramic Injection Moulding Technologie Metal- und Ceramic Injection Moulding (MIM, CIM) sind innovative und wirtschaftliche Verfahren für die Herstellung formkomplizierter Bauteile aus Metall und Keramik in größeren Stückzahlen. Die Technologie vereint in sich zwei altbekannte Verfahren, das Kunststoffspritzgiessen und die klassische Pulvermetallurgie und Sintertechnik, das Sintern von gepressten Metall- oder Keramikpulvern.Um Metall- oder Keramikpulver, die für MIM und CIM sehr fein sein müssen, auf Spritzgießmaschinen verarbeiten zu können, werden diese mit verschiedenen Kunststoffen (Bindersystem) gemischt. Diese Mischung nennt man Feedstock. Der Metallpulveranteil in dieser Mischung beträgt bis zu 97 Gew.%, der von Keramikpulvern ca. 80 bis 85 Gew.%. Nach dem Spritzgiessen (Grünteil) wird der Kunststoff wieder aus dem Teil herausgelöst (Entbindern, Braunteil) und ein Sinterprozess bei hohen Temperaturen angeschlossen. Dadurch erhalten die Teile ihre endgültigen Eigenschaften. Schematisch sieht das folgendermaßen aus: Feedstockherstellung Spritzgießen Entbinden Sintern  Nachbehandlung Wenn gewünscht oder wegen der Anwendung gefordert können die Teile nachbehandelt (z.B. Wärme-, Oberflächenbehandlung) oder nachbearbeitet (z.B. drehen, fräsen, schleifen usw.) werden. Einige Vorteile des MIM und CIM Verfahrens - Herstellung formkomplizierter Bauteile ohne Nacharbeit - freie Auswahl des gewünschten Werkstoffes z.B. Stähle, Edelstähle, Bunt und Edelmetalle, Leichtmetalle (Titan), Schwer- und Hartmetalle, Superlegierungen Oxid und Nichtoxidkeramiken u.v.a. hervorragende Materialeigenschaften, die meist mit denen mechanisch hergestellter Bauteile identisch sind - glatte Oberflächen mit höchster Oberflächengüte bis zu Ra < 2 - engste Toleranzen ohne Nachbearbeitung bis 0,15% in Abhängigkeit der Bauteilgröße Die Wirtschaftlichkeit des MIM und CIM Verfahrens ist besonders dann gegeben, wenn: - Bauteile mit komplexer Form ohne Nacharbeit hergestellt werden sollen, z.B. mit Hinterschneidungen - Materialien, die nicht oder nur schwer zu bearbeiten sind, z.B. Hartmetalle, Schnellarbeitsstahl, aber auch bei Reinstkupfer kann das der Fall sein, verarbeitet werden sollen - Metalllegierungen eingesetzt werden sollen, die schmelz- metallurgisch nicht herstellbar sind, z.B. W-Cu - geometrische Details mechanisch nicht herstellbar sind, z.B. feinste Lamellen in duktilen Werkstoffen - die Stückzahl ausreichend groß ist, z.B. ca. ab 10.000 Stück - kleine Stückzahlen können auch wirtschaftlich sein, wenn eine oder mehrere der vorgenannten Bedingungen zutreffen Die Wirtschaftlichkeit stößt an ihre Grenzen, wenn: - das Gewicht der Teile > 100g/Teil beträgt, d.h. die Materialkosten für die feinen Pulver erheblich ansteigen - die Prozesskosten für eine Sinterfahrt auf wenige Teile um gelegt werden müssen, d.h. der Sinterofen nicht ausgelastet oder nur wenige Teile in den Sinterofen passen - die Werkzeugkosten nicht amortisiert werden können, d.h. die Kosten für das notwendige Spritzgießwerkzeug nicht durch die Umlage auf die Teile gedeckt sind